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Die schiere Vielfalt der Säcke macht eine ansonsten abstrakte Menge greifbar und zeigt, wie föderal und lokal das Schweizer Abfallwesen gestaltet ist.
Über das Projekt
Eine Sammlung Schweizer Gebührensäcke – und eine Einladung, Abfall als Teil unserer Lebenswelt, unserer Gestaltung und unserer Identität neu anzuschauen.
Die Sammlung
Kern des Projekts ist eine umfangreiche Sammlung Schweizer Gebührensäcke. Die Säcke wurden gescannt und in einer langen Archivansicht zusammengetragen. So wird eine Alltagsästhetik vergleichbar, die das Bild vieler Gemeinden prägt und meist unbeachtet im Kehricht endet.
Warum
Die Gebührensack Sammlung entstand aus der Auseinandersetzung mit Konsum, Ressourcen und der Verantwortung von Gestalterinnen und Gestaltern. Sie will zum kritischen Nachdenken über Abfall anregen – nicht als etwas, das nach dem Wegwerfen verschwindet, sondern als sichtbare Folge unseres materiellen Lebensstils.
Damit versteht sich die Sammlung als Plattform für Diskussionen über das Schweizer Abfallsystem. Sie vermittelt ein Gefühl für dessen Umfang und stellt Fragen zu den Herausforderungen einer stark konsumorientierten Zeit.
Wozu
Die schiere Vielfalt der Säcke macht eine ansonsten abstrakte Menge greifbar und zeigt, wie föderal und lokal das Schweizer Abfallwesen gestaltet ist.
Das Archiv schafft Grundlagen für Designforschung: Welche Farben, Zeichen und Botschaften wiederholen sich? Was kommuniziert ein Gebührensack – und was sollte er kommunizieren?
Kehrichtseite.ch ist nicht als abgeschlossene Bachelorarbeit gedacht. Die Sammlung soll wachsen und Raum für weitere Beiträge zu Abfall, Konsum und Gestaltung bieten.
Entstehung
Das Projekt wurde im Rahmen eines Bachelorstudiums in Trends & Identity konzipiert. Die Website wurde eigens für die Sammlung entwickelt, damit ihre Form nicht durch eine Standardplattform vorgegeben wird und das Archiv laufend ergänzt werden kann.
Auch gestalterisch nimmt die Seite Bezug auf ihren Gegenstand: Schriftgrössen und Typografie erinnern an die Beschriftungen der Säcke. Die lange Archivansicht greift die Gebührensackrolle auf – eine digitale Rolle, die beim Erkunden immer weiterläuft.